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Lexikon zum Bauernladen / Hofladen / Hofverkauf / Obsthof

Lexikon

Der Imker beschäftigt sich mit der Haltung, der Vermehrung oder der Züchtung von Honigbienen und der Produktion von Honig und weiterer Bienenprodukte. Imker ist eine Wortzusammensetzung aus dem niederdeutschen Begriff Imme für „Biene" und dem mittelniederdeutschen Wort kar für „Korb, Gefäß". Imker darf zwar jeder ohne eine spezielle Ausbildung sein, trotzdem gibt es auch einen zugehörigen Lehrberuf mit der amtlichen Bezeichnung Tierwirt, Fachrichtung Imkerei.

Die Imkerei in Deutschland hat eine lange Tradition. Altes Wissen und moderne Forschungsmethoden ermöglichen es den deutschen Imkern, besonders hohe Erträge zu erzielen. Zum Beispiel durch die Züchtung leistungsfähiger Bienen.


Die deutsche Imkerschaft nach Anzahl der betreuten Völker:
1-20 Völker: 80 % der Imker
21-50 Völker: 18 % der Imker
über 50 Völker: 2 % der Imker

Rund 81.000 Imker mit insgesamt etwa einer Million Bienenvölkern sorgen in Deutschland für eine reich gedeckte Honigtafel. Den Markennamen Echter Deutscher Honig kennen und schätzen gut 47 % aller Verbraucher. Damit gehört Echter Deutscher Honig zu den bekanntesten Honigmarken in Deutschland.

Die deutschen Imker mit ihren Bienen gehören zu den fleißigsten auf der Welt. Jedes Bienenvolk produziert eine durchschnittliche Erntemenge von 15-20 kg Honig. Zusammengerechnet ernten die deutschen Imker 20.000-25.000 t Honig pro Jahr - das entspricht etwa 20 % des Verbrauchs in Deutschland.
Und dennoch könnte es mehr sein, denn die Nachfrage nach Echtem Deutschen Honig übersteigt bei weitem das Angebot. Das liegt daran, dass die Deutschen Weltmeister im Honigverzehr sind: rund 1,4 kg werden pro Kopf und Jahr „vernascht".

Das Sammelgebiet eines Bienenvolkes erstreckt sich auf annähernd 50 Quadratkilometer. Es ist damit etwa so groß wie das Stadtgebiet einer Großstadt wie Köln.
Für ein Glas Honig müssen Arbeitsbienen rund 40.000 mal ausfliegen und dabei zwei bis sieben Millionen Blüten besuchen.
An guten Tagen können die Sammlerinnen eines Volkes mehrere Kilogramm Blütennektar einfliegen.

Imkereiprodukte

· Honig ist heute das Hauptprodukt der meisten Imkereien. Immer weniger Imker können sich heute allein durch den Verkauf von Honig halten. Daher werden vermehrt weitere Bienenprodukte angeboten.

· Bienenwachs findet nicht nur für Kerzen Verwendung, sondern wird auch in Pflegemitteln und Kosmetika verarbeitet. Auch die pharmazeutische Industrie benötigt noch immer Bienenwachs als Grundstoff. In der Lebensmittelherstellung wird Bienenwachs z. B. als Überzugsmittel E901 verwendet.


· Pollen wird als hochwertiges Eiweißprodukt zur Nahrungsergänzung verwendet. Weitere Inhaltsstoffe sind Enzyme, Aminosäuren und ein hoher Gehalt an Vitamin B. Insgesamt wird von etwa 100 biologischen Aktivstoffen ausgegangen. Reiner Pollen schmeckt relativ streng (herb), deshalb wird er gerne im gefrorenen Zustand zermahlen und dann mit Honig vermischt angeboten. Er sollte aufgrund der Inhaltsstoffe relativ frisch verzehrt werden, möglichst innerhalb eines halben Jahres.


· Gelée Royale ist der spezielle Futtersaft, mit dem ausschließlich Königinnen gefüttert werden. Er wird von den Arbeitsbienen produziert und bewirkt, dass eine Königin deutlich größer wird und eine vielfach längere Lebenszeit gegenüber den Arbeiterinnen hat, die nicht diesen Futtersaft verabreicht bekommen. Die Wirkung auf den Menschen ist bisher umstritten. Dies liegt auch daran, dass alle Substanzen dieses Saftes auch heute noch nicht vollständig entschlüsselt sind. Gelée Royale wird nachgesagt, verjüngend auf den menschlichen Körper zu wirken.


· Propolis (auch Kittharz genannt), gilt als eines der stärksten natürlich vorkommenden Antibiotika und auch Antimykotika. Es wurde und wird auch heute noch in der Naturheilkunde als Wundmittel eingesetzt. Die Zusammensetzung kann jedoch sehr stark streuen, so dass wohl nie mit einer arzneimittelrechtlichen Zulassung zu rechnen ist. Ein weiterer Nachteil von Propolis kann darin bestehen, dass ein gewisser Prozentsatz von Menschen dagegen allergisch ist, weshalb vor Selbstmedikation (ohne vorherigen Test) gewarnt wird.


· Bienengift wird vor allem zur Behandlung von entzündlichen Gelenkerkrankungen eingesetzt. Es hat eine stark durchblutungsfördernde Wirkung. Bei Überdosierung meint der Patient, tatsächlich gestochen worden zu sein. Die Behandlungsstelle wird rot und heiß und schwillt wie bei einem Stich an. Linderung bringt einzig permanente Kühlung. Durch das Gift wird vom Körper aus den Nebennierenrinden Cortisol ausgeschüttet. Entzündungshemmung ist so für viele rheumatische Beschwerden erreichbar.


Quellen: Deutscher Imkerbund, Wikipedia


Interessante Links:


http://www.deutscherimkerbund.de/index.php?start

http://www.die-honigmacher.de/index.php

http://www.unser-imker.de/datenbank/index.php

http://www.alp.admin.ch/themen/00502/index.html?lang=de


http://www.bienenkundemuseum.de

Bienenkundemuseum Münstertal
Es ist weltweit eines der größten Museen dieser Art und ein Schmuckstück des Münstertales (in der Nähe von Freiburg).


 
 

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