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Mai

Erdbeere - „Die Königin der Beerenfrüchte"

Die Erdbeere ist das bei uns beliebteste und verbreitetste Obst und wird deshalb auch gern als die "Königin" der Beerenobstarten bezeichnet. Botanisch gesehen gehört Sie zur Familie der Rosengewächse. Sie ist keine echte Beerenfrucht, sondern eine sogenannte Scheinfrucht: Die Achse der Erdbeerblüte wird fleischig rot und trägt die kleinen, gelblichen Nüsschen (Kerne). Diese sind die eigentlichen Früchte der Erdbeere, die daher auch zur Gruppe der Nuss-Sammelfrüchte zählt.

Die ersten Funde der Erdbeere stammen bereits aus der Steinzeit. In der Antike schrieben Vergil, Ovid und Plinius über die "Königin" der Beerenobst-Arten - die Walderdbeere. Fragia vesca wie die Walderdbeere korrekt bezeichnet wird, ist bei uns heimisch. Sie wurde seit jeher wild gesammelt, von Engländern und Franzosen bereits im 16./17. Jahrhundert auch in Gärten kultiviert. Um diese Zeit war es, dass zwei amerikanische Arten, die Virginische Erdbeere und die Chile-Erdbeere von französischen Seefahrern aus Kanada importiert und bei uns eingeführt wurden.

Durch zahlreiche Neuzüchtungen geht die Zahl der Erdbeersorten mittlerweile in die Tausende - und jährlich kommen neue Züchtungen dazu. Je nach Sorte sind Erdbeeren hell- bis dunkelrot gefärbt und rundlich, oval bis spitz geformt. Eine tiefrote Farbe ist jedoch keinesfalls ein Garant für ein köstliches Aroma. Deshalb gilt: Am besten auf dem Markt kaufen und vor dem Erwerb probieren!

Anbau und Saison in Deutschland

Erdbeeren werden praktisch überall in Deutschland angebaut. Frische deutsche Erdbeeren sind in der Zeit von Mai bis Juli im Handel erhältlich. Zur gleichen Zeit kann man die aromatischen Früchte auch selbst direkt vom Feld pflücken.

Pro Kopf und Jahr werden in Deutschland etwa 3,0 kg Erdbeeren verzehrt - das klingt nicht viel. Allerdings muss man beachten, dass die aromatischen Früchte ja nur eine kurze Zeit im Jahr überhaupt erhältlich sind. Auf der Hitliste der Früchte stehen sie jedenfalls ganz oben!

Vom Umgang mit den zarten Früchten

Erdbeeren müssen vorsichtig transportiert werden. Sie sind druckempfindlich und deshalb leicht verderblich. Erdbeeren verlieren schnell ihr Aroma. Sie sollten spätestens zwei Tage nach der Ernte verzehrt werden. Und wenn Sie sie nicht gleich verbrauchen können, dann sortieren Sie alle Früchte mit Druckstellen aus, breiten die unbeschädigten Beeren locker nebeneinander auf einem Teller aus und stellen diesen zugedeckt an einen kühlen Ort. Für eine längere Aufbewahrung können Erdbeeren eingefroren werden, sie sind dann etwa ein Jahr lang haltbar.

Erdbeeren sollten Sie nie mit hartem Wasserstahl abbrausen, sondern nur kurz in kaltes Wasser tauchen. Die gewaschenen Beeren sollten gut abtropfen oder vorsichtig trockengetupft werden. Erst nach dem Waschen entfernt man Stiele und Blätter, sonst wird das Aroma verwässert. Zuckern Sie die Erdbeeren auch erst kurz vor dem Servieren, sonst verlieren sie zu viel Saft und werden weich und schlaff.

Gesunde Erdbeere

Erdbeeren und das Kraut der Pflanze werden seit jeher in der Medizin eingesetzt:
Erdbeeren haben einen höheren Vitamin C-Gehalt als Orangen und Zitronen: 62 mg pro 100 g Fruchtfleisch. Außerdem enthalten sie wertvolle Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Phosphor und besonders auch Eisen. Der Saft der Erdbeere soll dazu beitragen, das Blut zu reinigen, ein Tee aus den Blättern zubereitet gegen Durchfall und Nachtschweiß helfen und harntreibend wirken. Nicht bloß zufällig gelten Erdbeeren in der Volksmedizin als wirksames Mittel gegen Blutarmut. Und wegen ihres hohen Gehalts an Salizylsäure werden sie zu Linderung von Gicht und Rheuma empfohlen. Wegen ihres niedrigen Kaloriengehalts ist die Erdbeere außerdem ideal in Schlankheitskuren einzusetzen. Wichtige Voraussetzung: die zu behandelnde Person darf keinesfalls an einer Erdbeer-Allergie leiden, wie es heute immer häufiger der Fall ist.
Der Erdbeere wird auch schon seit jeher erotisierende Wirkung zugesprochen. Ob dies nun an ihren Inhaltsstoffen oder eher an ihrer assoziativen Form und Farbe liegt, ist noch ungeklärt. Es kann allerdings nicht von ungefähr kommen, dass die Erdbeere der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Freya geweiht wurde.

Rezepte:
http://www.chefkoch.de/rs/s0/erdbeere/Rezepte.html

 

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